Minis/FAQ's zu Bänder- und Strumpfbandnattern
Vorkommen/Beschaffung
Stimmt es, das Thamnophen im Wasser leben?
Woher bekomme ich eine Thamnophis?
Auf was muß man beim Kauf achten?
Thamnophen stammen aus Nord- und Mittelamerika. Es sollen auch isolierte Populationen im nördlichen Teil Südamerikas existieren (T. proximus).
Mit Klick auf den Anschnitt Lebensweise kann jeweils eine Grafik mit dem entsprechenden Verbreitungsgebiet der von mir gehaltenen Arten eingesehen werden.
Stimmt es, das Thamnophen im Wasser leben?
Auch wenn Autoren, Zoohändler oder andere Verkäufer/Halter so etwas oder ähnliches berichten: Es stimmt nicht. Die Nattern baden je nach Unterart zwar ganz gern und erbeuten ihr Futter im Wasser bzw. in der Nähe von diversen Gewässern, leben jedoch ausschließlich auf dem Land.
Woher bekomme ich eine Thamnophis?
Oftmals werden die Tiere auch per Zeitungsinserat oder Internetanzeige aus privaten Nachzuchten abgegeben.
Auf
Börsen und Messen hingegen könnte es schon schwieriger werden eine Thamnophis zu erwerben. Dies ist aber selbstverständlich vom Umfang der Veranstaltung und auch bspw. der Jahreszeit abhängig.
Thamnophen
werden häufig in Zoogeschäften angeboten. Sollten sie hier
nicht vorrätig sein, kann man meist ein oder mehrere Exemplare
bestellen. Natürlich funktioniert so etwas nur in Zoohandlungen,
welche sich auch mit dem Verkauf von Reptilien befassen!
Nachzuchten sind Wildfängen selbstverständlich vorzuziehen!
Das kann so pauschal nicht beantwortet werden. Jungtiere aus Nachzuchten sind sicherlich schon ab circa 20,00 € zu bekommen. In Zoohandlungen kosten die Nattern von 35,00 € bis 75,00 €.
Adulte und vor allem seltenere Exemplare sowie zahlreiche Farbvarianten kosten selbstverständlich deutlich mehr!
Auf was muß man beim Kauf achten?
Leider auf eine ganze Menge!
1. Entspricht das angebotene Tier meinen Vorstellungen hinsichtlich der Art/Unterart? Auf Börsen und auch in Zoogeschäften werden sehr gern etwas ungenaue Bezeichnungen eingesetzt, die entweder aus Unwissenheit resultieren oder mit absichtlichen 'Verschleierungstaktiken' erdacht wurden. Hinzu kommt, das man manchmal Angebote für seltene Arten findet. Nur bei genauer Betrachtung und einigem Wissen um die Merkmale kann man feststellen, das es sich um eine andere, meist wesentlich häufigere Art handelt.
2.
Welchen Eindruck macht das Tier auf mich?
Hat es:
- äußere Verletzungen
- geschwollene Augen (eine Trübung deutet lediglich auf eine demnächst anstehende Häutung hin)
- kaum Kraft, wenn es in die Hand genommen wird
- dicke bzw. aufgeblähte Körperstellen
- Bläschen auf der Haut
- kleine, sich bewegende Pünktchen (insbesondere um die Augenregion)
- ein sich nicht vollständig schließendes Maul
sollte man vom Kauf dieses Exemplares absehen. Man spart sich somit
viel Ärger, Tierarztkosten und meistens noch einen enttäuschenden
Ausgang!
3.
Hilfreich sind selbstverständlich alle Informationen, die man vom
Verkäufer erhalten kann. Hierzu gehören:
- Geburtsjahr und -monat
- Angaben darüber, ob das Tier aus einer Nachzucht oder der freien
Wildbahn stammt
- Angaben über die Elter-Tiere
- im Zweifelsfalle Angaben zum Geschlecht
- Angaben zu bislang durchgeführten Winterruhe-Pausen
- Hinweise zu bislang bevorzugtem Futter mit ggf. entsprechenden Beschaffungshinweisen.
4. Für den Transport des Tieres vom Verkäufer nach Hause sollte man einen nicht zu großen ausbruchssicheren Behälter verwenden. In diesen legt man zwei Lagen Küchenpapier, welches unbedingt trocken zu lassen ist! Ansonsten sollten während des Transportes die Temparaturen nicht zu stark schwanken. Dies erreicht man z. B. durch den Einsatz eines entsprechenden Styroporgefäßes.
Unter Terrarienbedingungen kann eine Thamnophis nach dem was bislang geschrieben steht circa 12 Jahre alt werden. Darunter liegende Lebenserwartungen entsprechen jedoch ebenfalls den natürlichen Abläufen. Es gibt aber auch Berichte über Exemplare, welche in Gefangenschaftshaltung ein wesentlich höheres Alter erreicht haben.
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