Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten


Thamnophis proximus proximus (Westliche Bändernatter)

Verbreitung T. p. proximus

(Die Pfeile weisen auf das große Verbreitungsgebiet der Thamnophis-Art hin)


T. p. proximus Bild 005Die gefundenen Angaben zu Größe, Lebensweise und Verhalten harmonieren mit den bereits gemachten Beschreibungen der Golfküsten-Bändernatter (Thamnophis proximus orarius).

Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf die Unterscheidung der Bändernattern Thamnophis proximus und Thamnophis sauritus eingehen. Es fällt auf, das im Zoohandel oder auf Börsen oftmals Bändernattern unter der Bezeichnung Thamnophis sauritus angeboten werden. Bei genauerer Betrachtung kann aber in über 50 % dieser Angebote festgestellt werden, das es sich um Thamnophis proximus handelt. Das ist insgesamt aus meiner Sicht sehr ärgerlich, da allein schon die Unterscheidung der T. proximus-Unterarten ziemliche Schwierigkeiten bereiten kann.

T. p. proximus Bild 006Die Unterscheidung der beiden Arten ist eigentlich recht einfach, offenbar glaubt der "Fachhandel" jedoch mit der Bezeichnung "sauritus" den Vorlieben der potentiellen Käufer eher zu entsprechen. Thamnophis proximus unterscheidet sich auf den ersten Blick von Thamnophis sauritus durch zwei paarige, enganliegende auf der Kopfoberseite befindliche, deutlich erkennbare Flecken. Diese Flecken fehlen Thamnophis sauritus entweder völlig, oder befinden sich in einem deutlich sichtbaren Abstand zueinander. Außerdem wird T. proximus deutlich größer als T. sauritus.

T. p. proximus Bild 034Die von mir gehaltenen Westlichen Bändernattern sind einigermaßen schwierig ihrer konkreten Unterart zuzuordnen. Da jedoch die ganz typischen Merkmale der Nattern aus angrenzenden Verbreitungsgebieten nicht zu erkennen sind, ist davon auszugehen, das es sich bei ihnen um die Nominatform von Thamnophis proximus handelt. Auf den Internetseiten des "Louisiana Department of Wildlife and Fisheries" habe ich entdeckt, das dort T. p. proximus unterschieden wird, indem zum einen eine typische Natter und eine "marsh phase" benannt wird. Zweitere entspricht meinen Tieren schon deutlich eher als die 'normalen' T. p. proximus. Das meine Nattern ggf. dieser "marsh phase" zuzuordnen sind, läßt sich auch daraus schließen, das sie zusammen mit einer T. p. orarius importiert wurden.

Insbesondere das Weibchen ist sehr aktiv und abgesehen von direkten "handgreiflichen" Begegnungen ziemlich kontaktfreudig. Die Fütterungen, welche anfangs problemlos im Terrarium stattfanden, mußten auf Grund der ungemeinen Freßgier des Weibchens mittlerweile umgestellt (Futterbox für das Männchen) werden. Überraschender Weise konnte ich dieses 'gierige' Weibchen sogar an den Verzehr von leicht behaarten und nicht mit Fischgeruch verwitterten Babymäusen (späterhin auch Springer und Babyratten ohne Verwitterung) gewöhnen. Mir ist aufgefallen, das die Nattern neben der Absonderung von Kot auch zu Abwehrzwecken beißen (würden!). Dies kann man jedoch umgehen, indem man die Tiere nicht wirklich festhält, sondern fortwährend ruhig durch die Hände gleiten läßt.


weiter zur Beschreibung der Lebensweise von Thamnophis sauritus sackenii


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