Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten
Thamnophis sirtalis parietalis (Rotseitige Strumpfbandnatter)

(Die Pfeile grenzen das sehr große Verbreitungsgebiet der Thamnophis-Art ein)
Die zu erwartende Größe der Rotseitigen Strumpfbandnatter liegt gemäß einschlägiger Literatur bei maximal 135 cm. Dies dürfte jedoch wahrscheinlich eher die Ausnahme sein. Auf über einen Meter sollten Weibchen aber im Laufe der Zeit schon heranwachsen. Oftmals findet man in Beschreibungen als Richtwert eine Länge von 60 cm. Das ist deutlich zu wenig. Das von mir leider nur sehr kurz gepflegte männliche Exemplar, der "Nattermann", war ausgewachsen und 80 cm lang. Meine derzeitigen Exemplare sind noch nicht 'ausgewachsen', stehen jedoch mit knapp 3 Jahren bereits kurz vor Überschreitung der 1-Meter-Grenze.
Die
Tiere leben in ihrer heimatlichen Verbreitung prinzipiell überall, also
sowohl direkt am Wasser als auch etwas weiter davon entfernt, sogar in Sümpfen
oder Stadtparkanlagen.
Rotseitige Strumpfbandnattern werden stets als sehr agile, tagaktive und in der Terrarienhaltung zahme Tiere beschrieben. Dies kann ich aus meinen Erfahrungen voll und ganz bestätigen. Auch wenn mein Weibchen in den ersten beiden Lebensjahren einige recht hektische Angewohnheiten an den Tag legte. Diese wurden jedoch durch die offenbar grenzenlose Neugier und den sehr großen Bewegungsdrang des Tieres wieder aufgewogen. Spätestens seit der ersten Winterruhe ist jegliche Hektik und Scheu auch bei diesem Tier verflogen. Die Nattern fressen problemlos das angebotene Futter (Stint und Babymäuse, Springer, Babyratten und auch gern Tauwürmer), welches regelmäßig mit Vitaminen bestäubt wird.
Thamnophis sirtalis parietalis haben in der Natur ein sehr weites Beutespektrum. Sie erbeuten Fische, Lurche, Regenwürmer, Schnecken, Nager und manchmal sogar andere kleine Reptilien.
Oftmals findet man viele Exemplare der Rotseitigen Strumpfbandnatter in ihrer Heimat auf sehr engem Raum. Auch die insbesondere im nördlichen Verbreitungsgebiet sehr lange andauernde Überwinterung findet größtenteils in Gemeinschaftsquartieren statt.
Die Tiere sind bekannt für erstaunlich hohe Wurfgrößen - bis zu 90 lebendig geborene Jungschlangen werden benannt.
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