Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten
Thamnophis marcianus marcinus (Karierte Strumpfbandnatter)

(Die
Pfeile grenzen das recht große Verbreitungsgebiet der Thamnophis-Art
ein)
Die
karierte Strumpfbandnatter wird bis zu 110 cm lang und bevorzugt in ihren
natürlichen Lebensräumen offene, baumlose und sogar wüstenähnliche
Landschaften. Meist findet sich in der Nähe dieser Landschaften jedoch
mindestens eine kleinere Wasseransammlung. Die Tiere kommen im übrigen
sowohl im Flachland als auch im Gebirge vor.
Thamnophis marcianus ist gemäß der einschlägigen Literatur insbesondere im weiter südlich liegenden Verbreitungsgebiet eine eher dämmerungs- und nachtaktive Schlange. Obwohl diese Beobachtung sich eigentlich auf die wirklich südlich beheimateten Unterarten (z. B. T. m. bovalli) bezieht, hätte ich glatt darauf schließen können, das meine Tiere wohl aus dem tiefsten Süden (zumindest der USA) gestammt haben müssen, denn den Tag verlebten beide Exemplare anfangs eingewühlt ins Bodensubstrat an den kühleren Stellen im Terrarium. Auch wenn diese Angewohnheit insbesondere nach Auszug des Weibchens durch das Männchen wieder abgelegt wurde, waren beide Tiere eher scheu und zurückhaltend, jedoch immerhin niemals aggressiv. Ggf. war es den Nattern anfangs aber auch tagsüber oder nachts zu warm im Terrarium. Die Fütterungen fanden in den späten Abend- oder Nachtstunden statt. Beide Nattern fraßen sowohl Fisch als auch Babymäuse.
Ich
muß leider anfügen, das mein Weibchen Marcy (rechts im Bild) bei
ihrem neuen Halter unter strengem Verdacht steht, eine kurzfristig mit ins
Terrarium gesetzte Thamnophis sirtalis sirtalis gleich in der ersten Nacht
des Zusammenzuges verspeist zu haben. In wenigen Literaturquellen finden sich
entsprechende Bemerkungen, jedoch scheint T. m. marcianus 'für gewöhnlich'
von derartigen Gelüsten frei zu sein. Auf jeden Fall sollte man dies
bei der Auswahl zu vergesellschaftender Nattern immer berücksichtigen.
In der Natur ernähren sich die Tiere von Echsen, Regenwürmern, Fischen, Nagern, Fröschen oder kleinen Krebsen.
Die Tiere gebähren wie alle Thamnophen lebende Junge, die Wurfgrößen werden von 5-30 Jungtieren angegeben.
Die Überwinterung dauert streckenweise nur wenige Wochen, manchmal auch mehrere Monate. Dies hängt wiederum vom Lebensraum der Tiere ab, wobei Exemplare aus Gebirgsregionen natürlich die längeren Überwinterungszeiten für sich beanspruchen.
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