Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten
Thamnophis cyrtopsis cyrtopsis (Westliche Schwarznacken-Strumpfbandnatter)

(Die
'Bupse' grenzen das ungefähre Verbreitungsgebiet der Thamnophis-Art ein)
Thamnophis
c. cyrtopsis lebt in ihrer Heimat als Gebirgstier und bevorzugt lichte Wälder
und trockenes Gelände in der direkten Nähe von schnell oder langsam
fließenden Gewässern. Die Tiere erreichen eine Körperlänge
von bis zu 1,10 Meter.
In der freien Wildbahn ernähren sie sich hauptsächlich von Fröschen, Kröten und Kaulquappen, aber auch von Fischen, Krabben/Krebsen und Wirbellosen. Nager werden kaum erbeutet.
Bei Gefahr flüchten die Nattern gern ins Wasser und legen hier auch längere Strecken schwimmend zurück (Besonderheit: Die Schwimmgeschwindigkeit liegt hierbei über der Fließgeschwindigkeit ihrer Gewässer). Auch in der Natur gefangene Nattern beißen sehr selten, sondern jedoch das für die Gattung typische Abwehrsekret oder Kot ab.
Zum natürlichen Vermehrungsverhalten liegen noch kaum Berichte vor. Die Paarung erfolgt nach einer meist ausgiebigen Winterruhe (September bis März). Die 7-25 Jungtiere werden dann im Juni-August geboren.
Die
von mir gehaltetenen Nattern sind gern aktiv und konnten insbesondere als Jung- und heranwachsende Tiere
tagsüber immer in ihrem Terrarium beobachtet werden (ein Umstand den ich auch für die eigenen Nachzuchten bestätigen kann). Nachts ruhen sie
sich an den bevorzugten Plätzen (Lochblech, Oberseite der Scheiben-Führungsschienen,
Bepflanzung) aus. Eine leichte Deckung durch Äste oder
die Kunstpflanzen scheint ihnen oftmals schon auszureichen, gern werden aber auch Unterschlupfschalen in Beschlag genommen. Die Nattern scheinen
mir geschickte Kletterer zu sein; im Boden zu wühlen scheint gar nicht zu ihren Vorlieben zu gehören. Als Futter bekamen sie anfangs
etwas zerkleinerte Stinte, später ausschließlich aufgeschnittete
Babymäuse und nunmehr Springer-Mäuse oder Babyratten. Das Futter
wird regelmäßig mit Vitaminen angereichert. Andere Halter haben
festgestellt, das man bei der Fütterung dieser Thamnophis-Art schnell
Gefahr läuft, die Tiere zu mästen. Aus diesem Grunde bekommen die
Tiere ihr Futter in separaten Futterboxen "zugeteilt". Die
Schwarznacken-Strumpfbandnattern haben ein sehr ruhiges Wesen und sind keinesfalls aggressiv oder angriffslustig
(man sollte sich natürlich nicht mit nach Futter riechenden Fingern nähern...es
sei denn man will das man selbst als Futter betrachtet wird). Bei stattfindenden
Entnahmen aus dem Terrarium (zwecks Fütterung oder Säuberung) hat
sich herausgestellt, das meine Nattern eine ggf. auftretende Flucht meistens
"nach vorn" praktizieren. Während der Trächtigkeiten meiner Weibchen habe ich dann auch die häufig für die Art angegebene Futterverweigerung kennen gelernt. Ab dem Tag der Paarung wird meist gar kein Futter mehr angenommen; erst nach dem Absetzen der Jungtiere setzt das gierige Fressen wieder ein. Meine männlichen Tiere hingegen nehmen bis in den Herbst regelmäßig das Futter an. Anschließend überwintere ich die Tiere für ca. 3 Monate im Keller.
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