Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten
Thamnophis atratus atratus (Santa-Cruz-Strumpfbandnatter)

(Die rotfarbende Markierung weist auf das ungefähre Vorkommen der Thamnophis-Art ein)
Thamnophis
atratus atratus wird hinsichtlich ihrer Lebensweise zu den eher aquatileren
Arten gezählt. Die Nattern leben bevorzugt in unmittelbarer
Nähe von langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit freiliegenden Sonnenplätzen.
Je nach geografischem Standort können die Tiere ganzjährig oder insbesondere
von April bis zum Spätsommer in ihren natürlichen Lebensräumen
beobachtet werden.
Wie offenbar alle westlich vorkommenden Thamnophis-Arten finden sich auch zu T. a. atratus eher weniger oder stärker voneinander abweichende Angaben was bspw. die Körpergröße betrifft. In Auswertung der verfügbaren Literatur scheint die durchschnittliche Körperlänge bei 50 bis 75 cm zu liegen, wobei Rossman, Ford & Seigel das Maximum mit 1016 mm angeben.
Diese
sehr hübschen Strumpfbandnattern fallen vor allem
durch ihren breiten gelben oder gelborangen Rückenstreifen, die gelbliche
Kehle, fehlende Seitenstreifen und einer mehr oder weniger deutlichen orangefarbenden
Punktierung der Bauschuppen auf. Ich bin aus den unterschiedlichen Veröffentlichungen
nicht ganz schlau geworden. Mitte der 90'er Jahre wurde die Unterart noch
in zwei Varianten geteilt: 'one-striped-Morph' und 'three-striped-Morph'.
Ich vermute, das nach Zuordnung der nordöstlich vorkommenden Nattern
dieser Thamnophis-Art (T. atratus zaxanthus) die Unterscheidung möglicherweise
hinfällig wurde.
Erst im Jahre 1987 erlangte T. atratus den eigenen Artstatus.
Zuvor waren die atratus-Unterarten T. couchii (davor T. elegans oder
T. ordinoides) zugeordnet.
Fern
unserer Terrarien ernährt sich die Santa-Cruz-Strumpfbandnatter
von Frosch- und Schwanzlurchen sowie deren Entwicklungsstadien. Auch Fische
werden erbeutet. Vom natürlichen Nahrungsspektrum ausgeschlossen sind: Schnecker,
Würmer oder Nagetiere. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, das
wie zuvor angenommen, Fische keinesfalls die wichtigste Nahrungsquelle dieser
Nattern darstellen. Demzufolge, und in Anbetracht der Schutzbestimmungen
unserer einheimischen Amphibien, ist bei der Fütterung dieser Nattern bei
der Terrarienhaltung mit Fisch auf unbedingte regelmäßige Vitaminzugaben
zu achten. T. a. atratus ist mittels Verwitterung aber auch an den Verzehr
kleiner Nagetiere zu gewöhnen. Meiner Meinung nach stellen diese für
die Haltung der Nattern im Terrarium die beste Alternative dar.
Paarungen der tagaktiven Santa-Cruz-Strumpfbandnatter werden zumeist in den Monaten März und April beobachtet. Die 3-12 Jungtiere werden sodann im August bis spätestens Anfang Oktober geboren.
Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei T. a. atratus um gut geeigente Terrarien-Pfleglinge. Die eher ans Wasser gebundene Lebensweise stellt sich im Terrarium nicht als bedeutsam heraus; soll heißen dass auch für T. a. atratus keine sonderliche große Wasserschale oder wegen zu hoher Feuchtigkeit eher abträgliche Paludarien zur Haltung verwendet werden sollten. Die Nachzucht scheint eine mehrwöchige Winterruhe vorauszusetzen und die Aufzucht der schon bei der Geburt recht stabil gebauten Jungtiere bereit keine größeren Schwierigkeiten. Als Futter werden hier bei mir gern Rattenbabys unterschiedlicher Größe oder auch Stint genommen, Regenwürmer wurden von meinen Tieren bislang verweigert. Ich gehe davon aus, dass als zeitlich befristetes Ersatzfutter auch Hühnerherzen gern akzeptiert würden.
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