Fredis Ratschläge zur Anschaffung einer Strumpfbandnatter

T. m. marcianus Bild 003Hallo Leute, also bevor Ihr tatsächlich erwerbsmäßig zuschlagt, bitte ich Euch doch erstmal ein schönes Buch über uns zu lesen. Viel zu oft werden Euch in Zooläden und auch vielleicht von anderen Haltern Halbwahrheiten erzählt, die uns ganz beträchtlich schaden können. Das nach Herrchens Meinung beste und sogar aktuelleste ist gar kein echtes Buch, sondern die Draco über Strumpfbandnattern vom Natur und Tier - Verlag.Cover der Draco

Über unseren Literatur Link findet Ihr dieses wunderbare Heft neben all den anderen guten und manchmal nicht ganz so guten Büchern über uns schnell und bequem!

Nun gibt es selbst natürlich in den unterschiedlichen Büchern auch unterschiedliche Ratschläge. Deshalb will ich Euch erzählen, wie ich wohne und ob es mir gefällt.

Ich bin eine Thamnophis marcianus marcianus (Karierte Strumpfbandnatter) und lebe hier mit einem attraktiven Weibchen in einem Terrarium mit den Maßen LxBxH 100x50x50cm (keine Angst, das sind nicht die Maße des Weibchens). Wir haben zwei herrliche Verstecke und wenn wir diese als nicht ausreichend empfinden, wühlen wir uns gerne mal in die Buchenspäne, welche als Bodensubrat in unser Terrarium eingebracht wurden (dafür sind wir Karierten Strumpfbandnattern bekannt, andere machen das meist nicht). Wir haben eine Badeschale aus der wir hin und wieder heimlich trinken, ganz heimlich baden wir auch mal darin, aber das kommt bei uns seltener vor. Ansonsten wickeln wir uns ganz gerne um die Efeutute, die in unser Wohnzimmer gestellt wurde oder liegen lange unter der Heizlampe. Damit wir uns auch außerhalb der Verstecke halbwegs unbeobachtet fühlen können, haben wir auf unseren Buchenspänen noch einige große Palmenblätter und anderes lustig raschelndes Zeugs liegen. Mein Herrchen ist grade mal wieder damit beschäftigt uns was Neues zu bieten, denn plötzlich ist unsere große Steinplatte nicht mehr da. Bestimmt kriegen wir jetzt einen tollen Kletterast.

T. s. parietalis Bild 008Ich bin also insgesamt gesehen recht zufrieden mit unserem Terrarium und möchte hier mal kurz aufzählen, was mir gar nicht passen würde:
- feuchtes Bodensubstrat
- staubiges Bodensubstrat
- locker liegende Steine oder Äste
- fehlende Verstecke
- schmutziges Trink- bzw. Badewasser
- alle nicht keimfrei gemachten Sachen, die hier drin so landen könnten
- kaputte oder ungesicherte Heizlampen.....usw.

Wenn Ihr also das Terrarium für Eure Tiere ähnlich ausstattet, werden die sich sicherlich wohl fühlen.

So jetzt haben wir also überlegt, was man so für ein Terrarium braucht. Nun kommen wir mal zur Auswahl des Tieres, was?

T. m. marcianus Bild 007Also bevor die große Enttäuschung kommt: Wir Schlangen parieren natürlich nicht, sondern machen prinzipiell was wir wollen. Außerdem wollen wir ständig saubergehalten werden, frisches Wasser bekommen und im Winter ausruhen. Wer nicht glaubt, das er genug Zeit für sowas hat, soll es besser bleiben lassen, meine ich. Und wenn sowas schon passiert, dann seid wenigstens so anständig und laßt uns nicht in einem schmutzigen Terrarium krepieren. Es gibt immer jemanden der sich über eine/n von uns freut!

Für einen wirklichen Einsteiger in die Terraristik fällt es es mir echt schwer, Ratschläge zu geben, aber sei´s drum. Guckt Euch mal Thamnophis sirtalis parietalis (Rotseitige Strumpfbandnatter) an! Das sind sehr hübsche, friedliche und erfreulich aktive Thamnophen. Seht auch zu, das Ihr ein noch relativ junges Tier bekommt, so daß Ihr Euch gut aneinander gewöhnen könnt. Ein weiterer Vorteil der rotseitigen Strumpfbandnatter ist, das diese vergleichsweise leicht nachgekauft werden kann, weil es hierfür einige Züchter gibt. Aber auch Thamnophis radix (die Prärie-Strumpfbandnatter) oder Thamnophis elegans terrestris oder vagrans (die Wandernde bzw. Küsten-Strumpfbandnatter) sind nicht soooo schwer zu bekommen und wenn Ihr alles richtig macht auch echt 'dankbar'.

Beim Kauf achtet bloß darauf, das das Tier einen aktiven Eindruck macht, das es züngelt, durchaus mal kurz versucht abzuhauen, keine Verdickungen im Leib hat, keine Wunden, das die Augen klar aussehen und das Mäulchen nicht geschwollen ist. Wer nicht viel Ahnung mitbringt, nimmt sich am besten jemanden mit, der schon Erfahrungen gesammelt hat.

T. s. parietalis Bild 022Wenn Ihr ein Tier nachgekauft habt, muß das neue in Quarantäne gehalten werden. Das empfiehlt sich übrigens immer, ich habe unser Herrchen früher öfter mal ganze Ladungen von Bodensubstrat wegschmeißen sehen, nur weil er sich Sorgen machte wegen der Übertragung von Innen-Parasiten. Der Kot des neuen Tieres ist untersuchen zu lassen, insbesondere natürlich, wenn es sich um ein wildgefangenes Tier handelt (Hilfestellung und Untersuchung). Da Ihr aber manchmal nicht so sicher sein könnt, ob es ein nachgezüchtetes oder wildgefangenes Tier ist, solltet Ihr immer eine Kotprobe zum Tierarzt geben. Am besten ruft Ihr vorher dort an, und fragt wie das zu bewerkstelligen ist. Sollte der Tierarzt nicht so sehr weit weg sein, könnt Ihr Euren neuen Bewohner durchaus auch hinbringen und untersuchen lassen. Zu kompliziert? Dann schickt die Kotprobe doch einfach zur Firma Exomed. Auf deren Webseite findet Ihr auch die Hinweise wie das zu erfolgen hat.

Nach zwei bis fünf Tagen solltet Ihr dann schonmal was zum Fressen anbieten. Was ich z. B. gerne fresse, könnt Ihr auf dieser Webseite unter Fütterung nachlesen.
Ansonsten brauchen wir Tiere so ein bis zwei Wochen um uns in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Das ist ja nicht zuviel verlangt, oder?

Mann, jetzt habe ich aber echt viel von mir erzählt. Aber wie das bei Euch Menschen so ist, gibt es wahrscheinlich noch tausend andere Fragen. Also guckt mal auf dieser Seite unter Links. Hier findet Ihr einige Internetadressen und -foren zum Thema. Wenn Ihr auf Kontakt klickt, könnt Ihr meinem Herrchen eine e-Mail schicken, der kümmert sich bestimmt ganz gut darum.


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